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Makuladegeneration

Fakten zur Makuladegeneration

Behandlungsdauer:ca. 1 Stunde
Gesellschaftsfähig:am nächsten Tag
Arbeitsfähig:am nächsten Tag

Was ist eine Macula?

Die Macula ist das winzige, nur wenige Millimeter grosse Zentrum der Netzhaut. Hier sind auf engstem Raum Sehzellen konzentriert, die für die zentrale Sehschärfe und für das Farbensehen unserer Augen zuständig sind.

Trockene Makuladegeneration

Die Sehzellen sind hochqualifizierte Spezialisten. Damit sie ihre Aufgaben erfüllen können, stehen ihnen Versorgungszellen zur Verfügung, die sich wie ein Butler-Service um die Versorgung mit Nährstoffen und um die Beseitigung von Abfallstoffen kümmern. Mit zunehmendem Lebensalter fällt es diesen „Butler“-Zellen immer schwerer ihren Aufgaben nachzukommen. Abfallstoffe lagern sich ab (Drüsen) und weniger Sauerstoff und Nährstoffe gelangen zu den Sehzellen. Hierdurch wird zunächst die Funktion der Sehzellen in der Netzhautmitte verschlechtert und ein Teil der Sehzellen geht verloren.

Aktuelle Forschungsergebnisse lassen vermuten, dass theoretisch jeder Mensch irgendwann eine altersbedingte, „trockene“ Makuladegeneration (AMD) entwickelt, wenn er nur alt genug würde. Neben dem hohen Lebensalter spielen jedoch auch Erbfaktoren und Umwelteinflüsse eine wesentliche Rolle. Diese natürlichen Alterserscheinungen betreffen früher oder später sehr viele Menschen.

Die Feuchte Makuladegneration (AMD)

Bei jedem fünften Patienten entwickelt sich zusätzlich zur der trockenen auch die feuchte Makuladegeneration. Die unterversorgten Sehzellen bilden einen Gefäss-Wachstumsfaktor (VEGF), der neue Blutgefässe spriessen lässt. Leider sind diese neuen Gefässe minderwertig und undicht. Flüssigkeit strömt in das Netzhautgewebe und führt dort zu Schwellungen und Blutungen. Diese schädigen zunehmend die Sehzellen.

Bei einer feuchten Makuladegeneration nehmen wir die Mitte unseres Blickfeldes unscharf oder verzerrt war. Gerade Linien erscheinen verbogen, Farben wirken blasser, Konturen verschwimmen. Vor allem das Lesen wird früh beeinträchtigt. Manchmal ist nur ein Auge betroffen, während das andere noch viele Jahre gut sieht. Da nur die kleine Netzhautmitte betroffen ist, bleibt das äussere Gesichtsfeld bei einer feuchten Makuladegeneration zum Glück stets erhalten.

Augenuntersuchung

Mittels der Optischen Kohärenz Tomographie (OCT) lassen sich feinste Veränderungen der Netzhaut im Bereich weniger Tausendstel Millimeter dreidimensional darstellen und vermessen. Das Ausmass der feuchten AMD und auch der Behandlungserfolg können mit dem OCT exakt dokumentiert werden.

Behandlungsmethoden der Makuladegeneration

Die übermässige Produktion von Gefässwachstumsfaktoren (VEGF) ist die zentrale Ursache für eine feuchte Makuladegeneration. Daher gilt die Blockierung mittels Anti-VEGF seit über 10 Jahren als die effektivste Behandlungsoption. Die Präparate Lucentis, Eylea oder Avastin werden in das Auge eingegeben und sind bereits in winzigsten Mengen von wenigen Tropfen wirksam. Allerdings muss die Behandlung in Abständen von rund vier Wochen mehrfach wiederholt werden, um einen nachhaltigen Effekt zu erzielen. Gelegentlich wird die Therapie durch die Gabe von Kortison (Ozurdex) oder durch eine Laserbehandlung unterstützt.

Makuladegeneration - Vor der Behandlung

Vor der Behandlung wird die Macula mittels OCT und Fundusfotographie untersucht und die Sehschärfe kontrolliert.

Makuladegeneration - Ablauf der Behandlung

Es werden insgesamt nur wenige Tropfen des Anti-VEGF-Medikamentes mit einer winzigen Kanüle in das Auge eingegeben. Das Auge wird zuvor mit speziellen Augentropfen örtlich betäubt; eine Betäubungspritze ist nicht erforderlich. Die Medikamentengabe dauert nur wenige Minuten. Gleich danach können Sie die Augentagesklinik Dr. Schüller wieder verlassen.

Makuladegeneration - Nach der Behandlung

Die ambulante Eingabe der winzigen Menge Anti-VEGF bedeutet weder für das Auge noch für den Patienten eine Belastung. Eine Nachkontrolle ist nicht nötig.

Folgebehandlungen bei einer Makuladegeneration

Die Anti-VEGF-Medikamente wirken in der Regel sehr rasch und blockieren zuverlässig alles im Auge befindliche VEGF. Binnen weniger Wochen bildet das Auge allerdings oftmals erneut so viel neues VEGF, dass eine Nachbehandlung erforderlich wird. Aufgrund umfangreicher internationaler Studien ist bekannt, dass zunächst für mindestens drei Monate eine Injektionsbehandlung (IVOM) alle vier Wochen nötig ist, um die Menge von VEGF im Auge zunächst hinreichend zu vermindern. Je nach der Menge des neu gebildeten VEGF sind weitere Nachbehandlungen unterschiedlich lange und häufig erforderlich. Bei günstigem Behandlungsverlauf können die Abstände zwischen den Injektionen allmählich verlängert werden (sogenanntes „Treat and Extend“-Schema), bis die feuchte Makuladegeneration sich wieder in die trockene Form gewandelt hat.

Häufige Fragen zur Makuladegeneration

Bitte reiben Sie nicht am Auge. Falls sich nach der Operation das Auge röten oder schmerzen sollte, nehmen Sie bitte umgehend Kontakt mit Ihrem behandelnden Augenarzt auf. Bitte nehmen Sie die Kontrolltermine gewissenhaft wahr.

Die Gabe von Anti-VEGF-Medikamenten hat die Behandlung der feuchten Makuladegeneration geradezu revolutioniert. Dank intravitrealen Injektionen mit Lucentis, Eylea und Avastin kann das Sehvermögen der meisten Patienten deutlich verbessert und langfristig stabilisiert werden.

Die neu gebildeten Blutgefässe (choroidalen Neovaskularisationen) können in den meisten Fällen zurückgedrängt werden. Die Ursache für die Entwicklung der Gefässneubildungen sind hiermit jedoch nicht automatisch behoben. Daher treten diese Neovaskularisationen häufig wieder auf, wenn die Behanldung zu früh beendet wird.

Zwar helfen Lucentis, Eyiea und Avastin auch bei einer Folgebehandlung so gut wie bei der Erstbehandlung. Mit jeder Zunahme der Schwellungen und Blutungen steigt jedoch auch das Risiko einer bleibenden Sehverschlechterung. Daher kann das Sehvermögen am besten bewahrt werden, wenn die Behandlung ausreichend lange fortgeführt wird. Das aktuell bevorzugte Behandlungsschema nennt sich „Treat and Extend“ oder kurz: TREX. Bei diesem Behandlungsschema wird die Behandlung nicht abrupt beendet. Vielmehr werden die Abstände zwischen den intravitealen Injektionen allmählich immer weiter verlängert.

Kontakt zur Augentagesklinik Dr. Schüller in St. Gallen

Sie haben weitere Fragen zur Behandlung der Makuladegeneration? Gerne beraten wir Sie persönlich in unserer Augentagesklinik in St. Gallen zu diesem Thema. Kontaktieren Sie uns telefonisch unter +41 71 511 07 04 oder über unser Kontaktformular. Wir freuen uns auf Sie!

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